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Deckungsbeitrag Gastronomie

Kurz erklärt:
Der Deckungsbeitrag in der Gastronomie bezeichnet den Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Umsatz eines Gerichts, Getränks oder eines gesamten Betriebs zur Deckung der Fixkosten und zur Gewinnerzielung verbleibt.

Was bedeutet Deckungsbeitrag Gastronomie?

Der Deckungsbeitrag Gastronomie ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die angibt, wie viel ein Produkt oder eine Leistung zur Deckung der fixen Kosten eines gastronomischen Betriebs beiträgt. Er ergibt sich aus der Differenz zwischen dem erzielten Umsatz und den variablen Kosten, die direkt mit der Herstellung oder dem Verkauf verbunden sind. Zu diesen variablen Kosten zählen in der Gastronomie vor allem der Wareneinsatz für Lebensmittel und Getränke sowie teilweise variable Zusatzkosten.

Im Gegensatz zum Gewinn berücksichtigt der Deckungsbeitrag Gastronomie zunächst keine Fixkosten wie Miete, Energiekosten, Versicherungen oder feste Personalkosten. Ziel ist es, transparent zu machen, welche Produkte oder Angebote wirtschaftlich sinnvoll sind und welche möglicherweise Verluste verursachen. Der Deckungsbeitrag kann auf einzelne Gerichte, Getränkekategorien oder den gesamten Betrieb bezogen berechnet werden.

Als betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument hat sich der Deckungsbeitrag Gastronomie insbesondere in kostenintensiven Branchen etabliert. Aufgrund schwankender Rohstoffpreise, unterschiedlicher Portionsgrößen und variierender Nachfrage bietet diese Kennzahl eine differenzierte Grundlage für Kalkulation und Entscheidungsfindung im gastronomischen Alltag.

Bedeutung des Deckungsbeitrags Gastronomie in der Praxis

In der Praxis spielt der Deckungsbeitrag Gastronomie eine zentrale Rolle bei der Preisgestaltung und Angebotsplanung. Gastronomen nutzen ihn, um zu beurteilen, welche Speisen und Getränke zur wirtschaftlichen Stabilität des Betriebs beitragen. Ein positiver Deckungsbeitrag zeigt, dass ein Produkt zumindest einen Teil der Fixkosten deckt, während ein negativer Deckungsbeitrag auf strukturelle Probleme hinweist.

Typische Anwendungsfelder sind die Speisekartenanalyse, Menüplanung und das Controlling. Durch den Vergleich der Deckungsbeiträge einzelner Gerichte lassen sich sogenannte Renner und Penner identifizieren. In der Praxis können darauf basierend Preise angepasst, Portionsgrößen optimiert oder bestimmte Angebote aus dem Sortiment genommen werden. Der Deckungsbeitrag Gastronomie dient somit als Grundlage für fundierte unternehmerische Entscheidungen.

Darüber hinaus ist der Deckungsbeitrag Gastronomie relevant für unterschiedliche Betriebsformen wie Restaurants, Hotels, Betriebsgastronomie oder Catering. Je nach Konzept, Zielgruppe und Kostenstruktur variieren die angestrebten Deckungsbeiträge erheblich. In der Praxis wird der Deckungsbeitrag daher stets im Zusammenhang mit Fixkosten, Auslastung und Gesamtumsatz betrachtet, um ein realistisches Bild der Wirtschaftlichkeit zu erhalten.

Vorteile eines berechneten Deckungsbeitrags in der Gastronomie

  • Transparente Bewertung der Wirtschaftlichkeit einzelner Gerichte
  • Grundlage für eine realistische und nachhaltige Preisgestaltung
  • Unterstützung bei Sortiments- und Menüentscheidungen
  • Früherkennung unwirtschaftlicher Angebote
  • Bessere Steuerung von Kosten und Erträgen

Der Deckungsbeitrag Gastronomie ist damit ein zentrales Instrument zur wirtschaftlichen Steuerung gastronomischer Betriebe. Er ermöglicht eine differenzierte Betrachtung von Umsatz und Kosten und unterstützt Gastronomen dabei, ihre Angebote gezielt zu optimieren. Eine regelmäßige Analyse des Deckungsbeitrags trägt wesentlich dazu bei, langfristige Rentabilität und betriebliche Stabilität sicherzustellen.